Weltweiter Funkverkehr auf Kurzwelle ist eine faszinierende
Sache. Während man als Anfänger oft mit der Tatsache
konfrontiert ist, daß die Wellenausbreitung auf UKW eben
quasioptisch ist und somit die Reichweite kurz hinter dem Horizont
endet, gibt die Kurzwelle uns Funkamateuren die Möglichkeit,
mit Menschen in aller Welt zu sprechen. Kurzwellen (im Bereich
von 1,8MHz bis 30 MHz) werden von der Ionosphäre bzw. der
Erdoberfläche reflektiert und somit über den Horizont
hinaus gebrochen.
Die älteste Art der Kommunikation im Amateurfunk ist
Morsetelegraphie, kurz "cw" genannt, auf der Kurzwelle. Mit cw kann mit
relativ einfachen Gerätschaften und kleinen Sendeleistungen
viel erreicht werden; wo die
Telefonie schon längst nicht mehr zum Ziel führt,
kann ein cw-QSO
noch sicher gefahren werden.
Eine andere, sehr weit verbreitete Betriebsart auf Kurzwelle ist SSB (Single
Side Band), in dieser Betriebsart wird der Sprechfunkverkehr
zum größten Teil abgewickelt. Fast jeder, der auf
Kurzwelle QRV
sein kann, wird SSB betreiben. Bei dieser Betriebsart wird aus der
Amplitudenmodulation heraus der Träger und ein Seitenband
unterdrückt.
Auch auf der Kurzwelle sind die digitalen Betriebsarten auf
dem Vormarsch. Als Beispiele seien an dieser Stelle Pactor, Amtor und
neuere Spielarten wie PSK31 o.ä. genannt. Über kurz
oder lang wird man sich auch im Amateurfunk über DRM (Digital
Radio Mondiale), also dem digitalen Sprechfunk, Gedanken
machen.
Die Kurzwelle allein komplett zu beschreiben ist fast
unmöglich und würde auf jeden Fall den Rahmen dieser
Seiten sprengen. Für Fragen rund um die Kurzwelle, auch was
die Ausbildung zur Klasse A betrifft, bitte hier klicken.
Martin Spannbauer, DH1MCB, Digipeater-Verantwortlicher Packet Radio Adresse: DH1MCB@DB0IGL.#BAY.DEU.EU Er sorgt sich fast täglich um das Wohlergehen unseres Digipeaters und der clubeigenen Funkmailbox. Als Netzknotenverantwortlicher des Clubs ist er der technische Organisator und Ansprechpartner für alle PR-Freunde. |
In einem 386er PC steckt das
Herzstück des Digipeaters DB0IGL. Ähnlich
dem Internet bedient sich Packet Radio dem Computer als Instrument, um
Daten zwischen den einzelnen Teilnehmern auszutauschen. Der
größte Unterschied zum Internet besteht darin,
daß die Verbindungen zwischen den Usern (=die Amateurfunker)
und den Netzknoten (=Provider) über Funkstrecken realisiert
sind. Die Netzknoten sind wiederum standalone-Rechner, die
über Funk-Richtstrecken mit anderen Netzknoten in Deutschland
verbunden sind.
Unser "IGL" ist zur Zeit über eine Duplex-Richtfunkstrecke auf 23cm mit Netzknoten in Kelheim (DB0KEH) und den Freunden bei Fa. ESSO (DB0IRS) in Ingolstadt verbunden. Zu erreichen ist unser "IGL" auf seinem 1k2-Userzugang auf 430,625 MHz simplex.
Diese Verbindungen können natürlich nur mit einem hervorragenden Standort funktionieren. Wir haben einen solchen und danken damit den offiziellen Unterstützern unseres Digipeaters. Der Leiter der Berufsschule in der Adolf-Kolping-Straße erlaubt dem Ortsverband, den Rechner sowie die Antennenanlage in der Schule zu montieren. Die zentrale Lage in Ingolstadt und der hohe Antennenstandort gewährleisten einen ausgezeichneten Betrieb.
Die Übertragung sowohl beim Einstieg in einen Netzknoten oder die Datenweiterübertragung erfolgen mit Modems in FSK- Technik mit 9.600 Baud. Es werden ebenso noch Modems mit 1.200 Baud als Einstieg in Netzknoten verwendet. Sukzessive werden jedoch alle Netzknoten in Deutschland auf die neuere Technik umgestellt. Mit Packet Radio können Mails in die ganze Welt an andere Funkamateure versendet werden. Mit Hilfe von "Gateways", wovon es in Deutschland etwa zehn gibt, senden Funkamateure ihre Nachrichten über Amateurfunksatelliten oder Kurzwelle weltweit über den ganzen Globus.
Wenn Sie mehr wissen wollen, schreiben Sie uns, rufen Sie uns an oder kommen Sie einfach zu einem unserer OV-Abende.
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Bei ATV, wie beim allgemeinen Fernsehen auch, werden bewegte Bilder und Ton übertragen. Die Aussendungen bestehen aus technisch-wissenschaftlichen Inhalten wie z.B. Funkvideos oder Computeranimationen.
Die Reichweiten entsprechen oft nur wegen der hohen Frequenzen (1 GHz), der optischen Sichtweite. Allerdings ist die Sichtweite in unserem Donautal durch die tiefe Lage eingeschränkt. Aus diesem Grund wurde ein sogenannter Umsetzer oder auch Relais genannt auf den Pfaffenhofener Fernsehturm gebaut. Dieses Relais nimmt die Fernsehsignale eines Funkamateurs bei einer Frequenz von 2,4 GHz auf und strahlt die gleichen Signale auf einer anderen Frequenz, bei 1,3 GHz, wieder ab. Genaue Frequenzen siehe Testbild unten. -->Grafik herunterladen<--
Somit kann leicht in einer
großen Region das Signal empfangen werden.
Durch das Entgegenkommen der
zuständigen Betreiber der Sendeanlagen in Pfaffenhofen war es
möglich den Umsetzer in ganze 600m Höhe über
NN zu installieren. Der Einzugsbereich liegt demnach von Regensburg bis
Augsburg und München bis Nördlingen.
In Anspielung auf das
Ingolstädter Fernsehen, konnten die Funkamateure ihren Sender
das Rufzeichen DB0ITV geben (nähere Informationen
hier). Bei uns ist
in erster Linie Paul, DL9PX,
für das Relais verantwortlich:
Er hat zusammen mit Manfred Hell (silent key) und
dem ATV-Team
in 100m Höhe am Pfaffenhofener Fernsehturm 1996 den Sender
angebracht.
Durch zwei weitere
Tonempfangskanäle können sich gleichzeitig die im
Bild sichtbaren Funkamateure und zwei weitere Personen unterhalten.
Nicht selten entstehen dadurch größere
Gesprächsrunden, wobei sich die Funkstationen mit
verschiedenen Videobeiträgen abwechseln. Durch einen DTMF-Ton,
wie beim Telefon auch, können verschiedene Funktionen im
Relais ausgelöst werden. Z. B. kann durch Knopfdruck, das
Wetter-Satellitenbild der letzten 16 Stunden abgerufen
werden.
Jeden Montag Abend wird über dem
Umsetzer der sog. Oberbayern-Rundspruch, live aus München,
ausgestrahlt.
Die 'Tagesschau der Funkamateure' kann durch eine Verkettung mehrerer
ATV-Relais, wobei DB0ITV einen
wichtigen Knoten bildet, bis in den Bereich des Schwarzwaldes oder bis
nach Österreich hinein empfangen werden.
Detaillierte Informationen zu ATV, sowohl empfangs- als auch sendemäßig, gibt es hier.
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Zuletzt geändert am 08.04.2009