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Elektronikbasteln
"Das kann ich auch ohne Amateurfunk !" - Ja stimmt. Aber in meinen Augen
ergibt sich in der Verbindung zum Funk ein größeres Betätigungsfeld.
Die Lizenz berechtigt uns zum Selbstbau oder Umbau von Funkgeräten. Das
ist eine Chance, kein Muß ! Wer sich davor fürchtet, der kann
ja einer der vielen "Steckdosenamateure" werden. Das sind die Leute, die
zwar ihre Stecker anlöten können, aber sich sonst nicht für
die Elektronik interessieren. Übrigens sind sie es meistens, die die
Frequenzen mit Leben füllen, weil die Bastler ja beschäftigt sind
:-). So ist Platz für jeden.
Nun aber zu denen, die auch mal eine Schaltung aufbauen und dann den Augenblick
genießen, wenn sie tatsächlich auch funktioniert ( was ja nach
Murphy nicht von Beginn an so sein muß ). Hier gilt, man braucht weder
einen großen Meßgerätepark noch besonders gute Elektronikkenntnisse.
Was man statt dessen braucht, ist das Wissen, wer die Meßgeräte
hat und wo ich mir Rat und Hilfe holen kann. Den letzteren Punkt kann man
beantworten mit: Hilfe gibt´s bei fast jedem Funkamateur ! Denn es gab
ihn schon immer und gibt ihn noch, den Ham-Spirit. Gemeint ist der
oftmals totgesagte "Amateurfunkgeist", die Hilfsbereitschaft untereinander
und nach außen. Aus eigener Erfahrung behaupte ich, daß es fast
überall jemanden gibt, an den sich ein Newcomer mit seinen Problemen
wenden kann.
Also beende ich diesen Punkt mit der Folgerung:
- Es macht Spaß
- Jeder kann es lernen
- Wir sind nicht allein bei Problemen !
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Antennenexperimente
Antennen, sie sind mit die wichtigsten Bestandteile einer Funkstation. Selbst
das beste Funkgerät nützt nichts, wenn die Antenne nichts taugt.
Nun sind Antennen ja in allen möglichen Ausführungen kommerziell
erhältlich. Warum also selber machen ?
Ein Argument ist ganz einfach, daß Antennen nicht unbedingt billig
sind. Die Eigenbauten sind halt dann nicht so perfekt, aber deswegen kann
man trotzdem ausgezeichnet damit funken.
Der zweite Grund ist der, den ich in Verbindung mit allen Spielarten des
Amateurfunks nennen könnte : Es macht einfach Spaß.
Unter den Funkern gibt es ganz skrupellose Gesellen, die fast alles als
Antenne benutzen. Das reicht von der Dachrinne, dem Weidezaun oder der Straßenlampe
bis zum Baugerüst. Gleiches gilt besonders für Drahtantennen im
Kurzwellenbereich, wo die wildesten Formen möglich sind. Für die
eigenen Experimente braucht man auch hier nicht viel: z.B. einen alten Transformator,
den man zur kostengünstigen Drahtgewinnung nutzt und vielleicht noch
ein Stückchen Koaxkabel zum Anschluß. Wem selber die Ideen fehlen,
der greift an dieser Stelle zum Rothammel, dieses Buch ist gewissermaßen
die "Antennenbibel" unter den Funkamateuren und bietet eine große Zahl
von praxisnahen Bauanleitungen. Jetzt kann's auch schon losgehen. Für
den, der zu Hause nicht den Platz hat, meterlange Drähte durch die Gegend
zu spannen, dem bietet sich diese Möglichkeit auf Fielddays. Hier
kann man meist nach Herzenslust rumprobieren und hat auch gleich die
OMs um sich, die man bei Fragen ansprechen kann.
Im Prinzip gilt alles was ich über die Kurzwellenantennen gesagt habe
natürlich auch für UKW-Antennen. Dabei haben diese den Vorteil
der, im Verhältnis, meist kleineren Abmessungen, so daß man auch
bei beschränkten Platzverhältnissen besser zurecht kommt.
Also nur Mut - mehr als nicht klappen kann's ja nicht :-) !
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Weltweite Kommunikation
Kommunikation - in diesem einen Wort steckt eine ungeheure Bandbreite. Im
Amateurfunk reicht dies von der traditionellen Morsetelegraphie bis zum Amateurfernsehen. Aber
egal welcher Betriebsart man sich auch bedient, sie hat letztlich die Hauptaufgabe
die Menschen zu verbinden. Weder Grenzen, Weltanschauungen noch sonstige Unterschiede
stellen dabei ein unüberwindliches Hindernis dar. Durch den Amateurfunk
haben sich im Laufe der Jahrzehnte unzählige weltweite Freundschaften
entwickelt, die Mitglieder verschiedenster Kulturen einander näher brachten.
So findet die Völkerverständigung statt, die sich der Amateurfunk
mit auf seine Fahne geschrieben hat.
Aber nicht nur in weltumspannenden Dimensionen, nein auch im kleinen Kreise
ist die Verbindung zu anderen Amateuren für viele Menschen eine entscheidende
Bereicherung ihres Lebens. Im Ortsverband und im lokalen Umfeld sind es die
persönlichen Kontakte die das Bild prägen. Denn hier werden die
Erfahrungen ausgetauscht und besonders hier wird das Wissen der "alten Hasen"
an die Newcomer weitergegeben. Dort befinden sich die Keimzellen, aus denen
neue Ideen und Entwicklungen für die Zukunft werden.
Auch wenn sich die Formen der Kommunikation verändern, es wird auch
weiterhin so bleiben - nicht die Technik allein macht den Reiz des Amateurfunks
aus! Es sind die Menschen, die ihn mit Leben füllen und in seiner Vielfalt
so faszinierend machen.
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Digitale Betriebsarten
Auch wenn man im ersten Moment nicht daran denkt, aber CW ( Morsetelegraphie
) war die erste und ursprünglichste digitale
Betriebsart im Amateurfunk. Doch ich meine hier eigentlich Betriebsarten,
die man intuitiv schon in die digitale Schublade stecken würde.
Hier ist ein Teilbereich in dem sich auch die Leute wohl fühlen, die
es mehr interessiert wie man Bits und Bytes verschiebt und damit Daten überträgt.
Auch hier läßt sich wieder eine ganze Palette von verschiedenen
Betriebsarten oder Verfahren aufzählen.
Im Kurzwellenbereich haben sich die digitalen Betriebsarten vom normalen
Fernschreiben ( RTTY ) her entwickelt. Dabei lag das Interesse hauptsächlich
in der persönlichen Kommunikation in Schriftform. Während in der
Anfangszeit noch mit mechanischen Fernschreibern gearbeitet wurde, ist heute
natürlich der Computer das Mittel zum Zweck. Duch die besonderen Bedingungen
die bei Kurzwellenfunkstrecken vorliegen, d.h. starke Signalschwankungen,
Störungen usw., ist es jedoch nur mit optimierten Kodierungen möglich,
gute Übertragungsraten zu erzielen. Im Augenblick setzt dort ein Verfahren
mit dem Namen PACTOR 2 Maßstäbe. Es handelt sich dabei
um eine reine Amateurfunkentwicklung, sie wird aber wegen der hohen Übertragungsqualität
zunehmend auch im kommerziellen Kurzwellenfunk eingesetzt.
Die wohl von den meisten Funkamateuren betriebene digitale Spielart ist
Packet Radio (PR) und wird vorwiegend auf den UKW-Bändern
verwendet. Es existiert ein weltumspannendes Netz von Knotenstationen, die
über Richtfunkstrecken miteinander verbunden sind. Mailboxen mit Store&Forward
sorgen für die schnelle Verbreitung von Informationen allgemeiner oder
persönlicher Art. Dieses Netz befindet sich ständig im Ausbau um
der laufenden Entwicklung und den wachsenden Benutzerzahlen Rechnung zu tragen.
Die Betriebsart PR beinhaltet aber weit mehr. Sogar mehr als mancher unter
uns Funkamateuren überhaupt weiß ! So werden auch im PR-Netz höhere
Protokolle als das dort verewendete AX-25 getestet. TCP/IP ist auch bei uns
immer mehr im Vormarsch und Dienste wie FTP- und Web-Server halten Einzug
in die direkte Amateurfunkwelt. Dabei steht das PR Netz selbst eigentlich
erst noch am Anfang. Es gilt das noch schlummernde gewaltige Potential zu
erschließen und nutzbar zu machen. Für diejenigen, deren Interessen
in einer solchen Richtung liegen, eröffnet sich ein weites Betätigungsfeld.
Es ist eine faszinierende Geschichte an solchen Entwicklungen teilzuhaben
oder sogar gestaltend mitzuwirken. Seid dabei ! Der Grundstein ist gelegt...
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